Compliance

EU-KI-Verordnung

Die EU-KI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689, „AI Act") klassifiziert KI-Systeme nach dem Risiko, das von ihrer Nutzung ausgeht. MeetandGreet.AI ist ein generatives KI-System zum Interview-Training; wir stellen es als Anbieter im Sinne der Verordnung bereit. Diese Seite erklärt, wie wir das System einstufen, welche Pflichten wir erfüllen und — ganz wesentlich — wo die Grenzen der Zweckbestimmung liegen, insbesondere mit Blick auf Recruiting.

Risikoeinstufung

Die Risikoeinstufung nach der KI-Verordnung richtet sich nach der Zweckbestimmung eines Systems. Bestimmungsgemäß genutzt — als eigenständiges Interview-Training von Kandidatinnen und Kandidaten zur eigenen Vorbereitung — ist MeetandGreet.AI kein Hochrisiko-System: Es erzeugt natürlich-sprachliche Fragen und Übungs-Feedback in einer Konversationsoberfläche und unterliegt den Transparenzpflichten des Art. 50 KI-VO. Uns ist jedoch sehr bewusst, dass KI-Systeme, die für die Einstellung oder Auswahl natürlicher Personen eingesetzt werden — etwa zur Bewertung von Kandidatinnen und Kandidaten in Vorstellungsgesprächen — nach Anhang III Nr. 4 der Verordnung als Hochrisiko-KI-Systeme gelten. Genau deshalb schließt die Zweckbestimmung unseres Systems einen solchen Einsatz ausdrücklich aus; was das für Unternehmen bedeutet, erklärt der Abschnitt „Einsatz im Recruiting" unten.

Zweckbestimmung

Das KI-System dient ausschließlich Übungs- und Trainingszwecken: Kandidatinnen und Kandidaten bereiten sich auf echte Gespräche vor und erhalten einen ersten, unverbindlichen Eindruck ihrer Performance. Typische Anwendungsfelder sind Bewerbungsvorbereitung, Assessment-Center-Training, Hochschulzulassungen, Sprachtraining, Kommunikations- und Präsentationstraining, Karrierevorbereitung sowie allgemeine Gesprächsübungen. Das System ist bewusst als Vorbereitungs- und Feedback-Werkzeug gestaltet. Es soll keinen Teil eines echten Recruiting-, Prüfungs- oder Zulassungsprozesses durchführen, ersetzen oder entscheiden — das bleibt Aufgabe von Menschen.

Einsatz im Recruiting — Verantwortung der Unternehmen

KI-Systeme, die für die Einstellung oder Auswahl natürlicher Personen eingesetzt werden — insbesondere um Bewerbungen zu sichten oder zu filtern oder Kandidatinnen und Kandidaten in Gesprächen zu bewerten — sind Hochrisiko-KI-Systeme nach Anhang III Nr. 4 KI-VO. Jede Organisation, die MeetandGreet.AI in einen tatsächlichen Recruiting-, Screening- oder Auswahlprozess einbindet, handelt daher in eigener Verantwortung als Betreiber eines Hochrisiko-KI-Systems und muss selbst sämtliche für diesen Einsatz geltenden Pflichten erfüllen — einschließlich Art. 26 KI-VO (angemessene menschliche Aufsicht, Überwachung, Informationspflichten gegenüber betroffenen Bewerberinnen und Bewerbern), der DSGVO und des geltenden Arbeitsrechts. Das gilt gleichermaßen für Ergebnisse, die eine einladende Organisation über unsere Plattform erhält. Unsere Position ist klar: MeetandGreet.AI soll Kandidatinnen, Kandidaten und Organisationen ein erstes, unverbindliches Feedback-Signal und einen geschützten Übungsraum geben. Es ist nicht dafür entwickelt, validiert oder freigegeben, Einstellungsentscheidungen zu treffen oder vorzubereiten, und es soll menschlich geführtes Recruiting nicht ersetzen. Einstellungsentscheidungen dürfen niemals auf Scores oder Feedback dieses Systems gestützt werden.

Transparenzpflichten

Entsprechend Art. 50 KI-VO ist jedes Interview deutlich als KI-Simulation gekennzeichnet. Jeder Panelist ist eine KI-Persona — keine reale Person. KI-erzeugte Fragen, KI-erzeugtes Feedback und KI-erzeugte Stimmen werden vor und während der Sitzung in der UI ausgewiesen, sodass du jederzeit weißt, dass du mit einem KI-System interagierst und die Ausgaben maschinell erzeugt sind.

Keine echte Personal- oder Zulassungsentscheidung

Das KI-System trifft und repräsentiert keine Entscheidungen über Bewerbungen, Einstellungen, Zulassungen, Prüfungen, Beförderungen oder Vertragsabschlüsse. Erzeugte Scores und Feedback sind reine Übungs-Ausgaben — ein erster Eindruck, keine offizielle oder verbindliche Einschätzung und kein Maßstab für die Eignung für eine konkrete Stelle. Arbeitgeber und andere Organisationen dürfen sie nicht als Grundlage für Entscheidungen über reale Bewerberinnen und Bewerber verwenden.

Grenzen der KI

KI-Ausgaben sind probabilistisch. Sie können fehlerhaft, unvollständig, verzerrt oder für den konkreten Fall ungeeignet sein, und Bewertungen können auch bei vergleichbarer Leistung zwischen Sitzungen schwanken. Die Plattform ersetzt keine Rechts-, Steuer-, medizinische, psychologische, Karriere- oder Personalberatung. Wichtige Entscheidungen sollten niemals ausschließlich auf KI-Feedback gestützt werden.

Keine biometrische Verarbeitung

Wir führen weder Emotionserkennung noch biometrische Kategorisierung durch und ziehen aus deiner Stimme oder einem Video keine Rückschlüsse auf Identität, demografische Merkmale oder psychischen Zustand. Audio wird ausschließlich zur Transkription des Gesprochenen verwendet. Emotionserkennung am Arbeitsplatz ist zudem eine nach Art. 5 Abs. 1 lit. f KI-VO verbotene Praktik — ein Grund mehr, warum solche Analysen in diesem Produkt keinen Platz haben.

Menschliche Aufsicht

Du kannst das vollständige Transkript und die Bewertungen jeder Sitzung einsehen, das Ergebnis über unsere Kontaktadresse anfechten oder den Datensatz löschen. KI-Feedback dient ausschließlich Übungszwecken — es ist keine professionelle Bewertung — und du bleibst alleinige Entscheidungsträgerin oder Entscheidungsträger über seine Verwendung. Hat dich eine Organisation zu einer Sitzung eingeladen, ist diese Organisation für eine angemessene menschliche Aufsicht über jede Verwendung der Ergebnisse verantwortlich.

Daten-Governance

Wir trainieren keine eigenen Modelle mit deinen Interview-Inhalten. Drittanbieter (Google Gemini, Google Cloud Speech-to-Text und Text-to-Speech) verarbeiten Eingaben unter ihren eigenen Enterprise-Bedingungen ohne Training mit Kundendaten.

Weiterentwicklung des KI-Systems

KI-Modelle und Systemverhalten werden regelmäßig aktualisiert, um Qualität, Sicherheit und Leistungsfähigkeit zu verbessern. Dadurch können sich das Verhalten des Interviewers und die Qualität der Antworten mit der Zeit ändern.

Zuletzt aktualisiert: 18. August 2026